
Jubiläum 40 Jahre SPD Waischenfeld
Am 2. Januar 1972 gründete sich im Rahmen einer Kommunalversammlung im
Gasthaus Rotes Roß der SPD-Ortsverein Waischenfeld. Heinrich Glas und
Johann Schatz waren zu diesem Zeitpunkt bereits Mitglieder der SPD. Hans
Söllner, Stefan Hofmann, Manfred Höfig, Andreas Haas, Michael Schuster,
Friedrich Braun, Franz Mader, Helmut Horn und Karl-Heinz Prinz traten
bei der Gründungsversammlung der SPD bei und wählten Heinrich Glas zum
Vorsitzenden und Stefan Hofmann zum Schriftführer. Dies war vor 40
Jahren und nun Anlass für den inzwischen fusionierten SPD-Ortsverein
Waischenfeld-Aufseß während einer Feierstunde im Gasthof Jöbstel an die
Gründung zu erinnern und drei noch lebende Gründungsmitglieder für
40-jährige SPD-Mitgliedschaft auszuzeichnen.

Die Kulmbacher SPD-Landtagsabgeordnete Inge Aures und
SPD-Kreisvorsitzender Stephan Unglaub, Bürgermeister von Bischofsgrün,
ehrten Manfred Höfig, den langjährigen Kassier Andreas Haas und Franz
Schuster als Gründerväter und für 40-jährige SPD-Mitgliedschaft. Der
langjährige stellvertretende SPD-Ortsvorsitzende Franz Schuster wurde
anschließend vom Waischenfelder SPD-Chef Dr. Udo Lunz mit einer
kunstvoll gestalteten Urkunde zum Ehrenmitglied des SPD-Ortsvereins
Waischenfeld ernannt. Wie Lunz betonte habe Schuster in den letzten
Jahrzehnten aktiv in der Vorstandschaft mitgewirkt. Besonders im letzten
Jahrzehnt habe Franz Schuster die Neuausrichtung des Ortsvereins
mitgetragen und vorangetrieben. „Zusammen mit den Aufsesser Genossen
haben wir gemeinsam nach der Fusion im Jahr 2005 neue Themenfelder
erarbeitet und uns dort erfolgreich engagiert“, so Lunz, der sich bei
Schuster für seine jahrelange Unterstützung seiner Arbeit als
Ortsvereinsvorsitzender, aber auch als Stadtrat in Waischenfeld,
bedankte. Im April letzten Jahres hatte Schuster aus Altersgründen nicht
mehr für das Amt des zweiten Vorsitzenden kandidiert. Aures, die
ebenfalls den drei Gründervätern dankte, meinte, dass für die SPD noch
Potential in der Region vorhanden sei. Sie sprach von einer stolzen
Bilanz der Waischenfelder SPD die nun zwei Stadträte stellt.
SPD-Kreischef Unglaub bescheinigte der Waischenfelder SPD eine gute
Arbeit in der Kommunalpolitik. Die Arbeit der SPD sei in dieser Region
aber nicht einfach, so Unglaub. Der frühere SPD-Landtagsabgeordnete
Walter Engelhardt sagte, dass die Gründung des SPD-Ortsvereins
Waischenfeld im damaligen Ebermannstädter Landkreis nicht einfach
gewesen sei. „Ihr seit in Waischenfeld nicht die Stärksten, aber die
Besten“, so Engelhardt, der betonte, dass man die Jugend motivieren
müsse sich in der SPD zu engagieren. Goldkronachs SPD-Chef Hans Pedall
würdigte, dass der SPD-Ortsverein Waischenfeld in einer SPD-Diaspora Fuß
gefasst habe. Für die Pegnitzer SPD überbrachte Karl Lothes die
Glückwünsche und für den SPD-Patenverein Speichersdorf Hans Eisenhut.
Lunz erinnerte insbesondere an den langjährigen SPD-Ortsvorsitzenden und
Stadtrat Andreas Fuchs, dessen Idee einst der Bau des Uferpromenadenwegs
war, der erst nach seinem Tod verwirklicht werden konnte. Maßgeblich
eingesetzt habe sich die Waischenfelder SPD auch für den Bau des Radwegs
zwischen Nankendorf und Waischenfeld und für die Wiederabschaffung der
Kombiklasse, so Lunz. Kombiklassen könnten pädagogisch zwar gut sein,
nicht aber wenn dadurch Lehrer eingespart werden, so Lunz. Außerdem
unterstütze die SPD derzeit die Bürgerinitiative Tetrafunk freies Gebiet
Waischenfeld, von der Kai Bützler anwesend war. Weiterhin erinnerte Lunz,
dass die Wurzeln der Sozialdemokratie in Waischenfeld bis in die
Dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Es waren
Einzelpersonen, die sich in den Jahrzehnten vor der Ortsvereinsgründung
um die SPD verdient gemacht haben. So der am 8. Februar 1937 verstorbene
Georg Brendel der vor dem Zweiten Weltkrieg unter schwierigen
Bedingungen sozialdemokratische Interessen in Waischenfeld vertrat. Nach
dem Krieg war die SPD mit dem Maurer Philipp Heß und dem Kontrolleur
Bruno Endler ab 1948 sogar im Stadtrat Waischenfeld vertreten.

(Text und Bilder: Thomas Weichert, freier Journalist aus Waischenfeld)

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