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8. Brauereiwanderung des SPD-Ortsvereins Waischenfeld-Aufseß


Am 27. Juni 2010 fand die achte Brauereiwanderung des SPD-Ortsvereins Waischenfeld-Aufseß, beginnend von Breitenlesau (Brauerei Krug) nach Heckenhof (Kathi-Bräu) und zurück nach Breitenlesau statt. An der Brauereiwanderung hat Günter Gloser aus Nürnberg, Staatsminister für Europa a. D. teilgenommen.



Unser Bild zeigt die Wandergruppe des SPD-Ortsvereins Waischenfeld-Aufsess mit Staatsminister a. D. Günter Gloser aus Nürnberg (Mitte), Andreas Kuntz, Juso-Vorsitzender in Kulmbach (links) und André und Hannaleena Pöhler von der SPD Bayreuth.

 


Waischenfeld: Jugend diskutiert mit Bürgermeisterkandidat Edmund Pirkelmann

WAISCHENFELD - Bei einer Diskussionsrunde mit Vertretern des Waischenfelder Jugendstadtrates und des SPD-Ortsvereins Waischenfeld-Aufseß, der für Pirkelmann eine Wahlempfehlung abgegeben hat, ging es um die jugendpolitischen Pläne im Wiesentstädtchen.

Gekommen waren neben Jugendlichen auch die Waischenfelder Jugendbürgermeisterin Maria Ritter, der SPD-Bundestagsabgeordnete Günter Gloser aus Nürnberg sowie der Pegnitzer Stadt- und Kreisrat Karl Lothes.

Wie Jugendbürgermeisterin Maria Ritter meinte, wäre es vor allem für die Jugendlichen des Waischenfelder Stadtgebietes wichtig, einen Jugendraum zu haben. Dieser fehlt bislang in der Kernstadt selbst, auf den umliegenden Dörfern gibt es aber bereits zahlreiche Jugendtreffpunkte. So zum Beispiel in der alten Nankendorfer Schule, wo Jugendliche sich selbst mit großem Engagement einen Jugendraum eingerichtet haben. Oder in weiteren Dörfern, in Feuerwehrgerätehäusern oder Hütten, wo sich Jugendliche regelmäßig treffen.

Laut Pirkelmann eröffnet sich nun mit der Schließung der Hauptschule in Waischenfeld vielleicht eine Möglichkeit. Denn bald steht dann das bisherige Grundschulgebäude leer und zahlreiche Vereine haben schon angefragt, ob sie dort einen Vereinsraum einrichten dürfen.

Dass man für den Jugendstadtrat alleine keinen eigenen Jugendraum schaffen wird, war auch Maria Ritter klar. Auch sie setzt auf die Zusammenarbeit mit allen Jugendlichen aus der Stadt. Demnächst sollen alle nach ihren Wünschen schriftlich befragt werden. Sie kündigte auch an, dass der Jugendstadtrat andere Jugendgruppen im Stadtgebiet besuchen will, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Auch am Ferienprogramm nimmt der Jugendstadtrat teil.

Ohne den Jugendstadtrat gäbe es viele Veranstaltungen nicht, bestätigte auch Pirkelmann. Das Problem sieht der Bürgermeister aber darin, dass die Waischenfelder Jugend räumlich in alle Winde verstreut ist. Dies hänge hauptsächlich damit zusammen, dass viele - und ab dem kommenden Schuljahr alle - Schulen in Ebermannstadt, Hollfeld und Pegnitz besuchen. Schule ist laut Pirkelmann gleich Freundeskreis.

Eigeninitiative gefordert

»Ich tue mich daher schwer, in der Gesamtgemeinde etwas für die Jugend zu schaffen«, so Pirkelmann, der auf Eigeninitiative setzt. Denn was die Jugendlichen selbst geschaffen haben, pflegen und hegen sie auch. Das beste Beispiel sei Nankendorf. »Dort funktioniert es hervorragend, weil sie es selber gemacht haben«, so Pirkelmann, der sich dies aber auch durchaus in Waischenfeld vorstellen könnte. Unterstützung vom Stadtrat gäbe es sicher, wenn die Jugendlichen dies selbst in die Hand nähmen.

Pirkelmann hat nicht das Gefühl, hier etwas vernachlässigt zu haben. Die Herausforderung für die Zukunft sei es zwar, die Jugend in der dörflich geprägten Stadtgemeinde zu halten, aber für Pirkelmann ist die Seniorenarbeit ebenso wichtig. Pirkelmann betonte, dass der Waischenfelder Stadtrat durchaus eine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche habe, da er »kein Haufen ist, der zerstritten ist«. »Nur gemeinsam geht es voran«, gab Pirkelmann auch den Jugendlichen mit auf den Weg. Gloser meinte: »Es fehlt oft nicht an guten Ideen und Geld, sondern an engagierten Jugendlichen«. tw

Text und Bild: Thomas Weichert, freier Journalist
 

 

Die Jugend ist gefragt – anpacken statt einpacken

WAISCHENFELD (tw)- Vor zwei Jahren wurde Jonas Merzbacher mit damals 24 Jahren als zweitjüngster Bürgermeister in Deutschland als Gemeindeoberhaupt von Gundelsheim gewählt. Einer Gemeinde in der Nähe von Bamberg mit rund 3500 Einwohnern. Nun hatte der SPD-Ortsverein Waischenfeld-Aufseß den heute 26-jährigen SPD-Bürgermeister zu einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen ins Bavaria-Sportheim unter dem Motto „Die Jugend ist gefragt – anpacken statt einpacken“ eingeladen.

Sehr viele der Jugendlichen aus Waischenfeld und Aufseß waren dieser Einladung zwar nicht gefolgt, doch diejenigen, die gekommen waren stellten an den jungen Bürgermeister nicht nur interessante Fragen, sondern hörten auch gespannt zu, wie Jonas Merzbacher aus dem Nähkästchen der Kommunalpolitik plauderte. „Wie schafft man es, mit 24 Jahren schon Bürgermeister zu werden“, oder: „Wie kommt man in diesem Alter dazu, sich mit der Kommunalpolitik zu beschäftigen“, und: „Wie kann man sich als junger Mensch in einer Gemeinde engagieren“, waren drei Kernfragen der Jugendlichen. Der Junggeselle und ehemalige Student der Politikwissenschaften, der noch im Haus seiner Eltern, jedoch dort in einem eigenen Appartement, wohnt, antwortete gerne auf diese Fragen. Gerade junge Leute täten sich am schwersten, in der Kommunalpolitik Position zu beziehen, denn diese machen meist schon Ältere, so Merzbacher. Eher aus Zufall kandidierte er als Gundelsheimer Bürgermeister und die Stichwahl gegen seinen heute eigenen heute 58-jährigen Geschäftsstelenleiter von der CSU gewann er deutlich 68,3 Prozent der Stimmen. Dies, weil damals die schon fast sichere SPD-Kandidatin für das Bürgermeisteramt abgesagt hatte. Da war der junge Student bereits SPD-Ortsvorsitzender und der SPD-Ortsverein kurz vor der Auflösung. So sprang er selbst in die Bresche. Denn nur ganz wenige junge Leute gestalten Kommunalpolitik mit, sagte Merzbacher und ergänzt: „Da muss man unheimlich zäh sein, denn Politik heißt, immer etwas für andere zu machen“. So baut er nun in Gundelsheim ein Seniorenheim für 4 Millionen Euro, obwohl er für sich selbst noch nie ein Haus gebaut hat. Gerade ältere Bürger hatten ihn unterstützt und gewählt. „Die fanden es ganz toll, dass ich kandidierte“, so Merzbacher. „Ganz wichtig sei es aber, für die Jugend in einer Gemeinde etwas zu machen, denn sonst ist sie früher oder später weg“, sagte Merzbacher, der in keinem einzigen Gundelsheimer Verein Mitglied ist und dennoch zum Bürgermeister gewählt wurde. „Und das als Roter, in der Gegend von Bamberg. Da tut man sich doppelt schwer“, so Merzbacher, für den jedoch eine Mitgliedschaft in einer politischen Gruppierung nur als „Wertekompass“ gilt. Politisch geprägt wurde er vom Elternhaus nicht. Seine zwei Brüder sind sogar Mitglieder der CSU und FDP. Bereits 1998 hat er die Jusos, die es bis dahin im Landkreis Bamberg nicht gab, mitgegründet. Eingetreten ist er, weil für die Jugend einfach zuwenig getan wurde. Fließend war dann der Übergang vom Politikstudium zum Bürgermeisteramt. „Wer Politik studiert hat, ist aber nicht gleich der bessere Politiker“ so Merzbacher, denn ein Bürgermeister müsse mit den Menschen reden können und gewisse Zusammenhänge verstehen. Vieles hat er in den zwei Jahren als Bürgermeister in seiner Gemeinde schon umgekrempelt. Anders gemacht als seine Vorgänger. Ganz wichtig ist bei allen Themen für ihn die Bürgerbeteiligung. Und zum Thema Jugendarbeit bezieht Merzbacher sogar schon die Jüngsten mit ein. Kinder von neun bis zehn Jahren können zum Beispiel eine Mängelliste im Rathaus abgeben. Wenn zum Beispiel Löcher in der Straße sind oder ein 30 Kilometer-Schild aufgestellt werden soll. „Die Kinder sind mittlerweile engagierter bei der Sache als viele Erwachsene“, so Merzbacher, der betont, dass sich Jugendliche in der Kommunalpolitik engagieren wollen. Er ermunterte, Anträge an den Gemeinderat zu stellen und sich auf ein Projekt zu konzentrieren, dass die Jugendlichen erreichen wollen. Dies müssten sie dann konsequent verfolgen. „Traut euch was zu, dann könnt ihr was schaffen und seit bitte richtig zäh“, so Merzbachers Rat, der aber auch betonte: „Junge Leute brauchen aber jemanden, der sie dabei an der Hand nimmt“. Bürgermeister ist er geworden weil er wollte, dass sie die Art ändert wie Politik in Gundelsheim zuvor gemacht wurde. Vor der Wahl versprach er nur: „Vollen Dialog und vollen Einsatz“. Wie der Waischenfelder SPD-Chef Dr. Udo Lunz erklärte, wolle sein SPD-Ortsverein in Zukunft noch intensiver in die Jugendarbeit der beiden Gemeinden Waischenfeld und Aufseß einsteigen. So soll es demnächst einen Termin mit dem Jugendstadtrat geben und besuchen will die SPD alle Jugendtreffs, kündigte Lunz an.

Text und Bild: Thomas Weichert, freier Journalist
 

 

Jahresauftakt 2010 des SPD-Ortsvereins Waischenfeld-Aufsess

Die Jahresauftaktveranstaltung 2010 des SPD-Ortsvereins Waischenfeld-Aufsess fand am 05.01.2010 um 19:30 Uhr im Gasthof Jöbstel statt.

Schwerpunkt Bildungspolitik:

In einem Rückblick berichtete Vorsitzender Udo Lunz über die zahlreichen Veranstaltungen des Ortsvereins. Ein Schwerpunkt in 2009 war das Thema Bildungspolitik. Hierzu kamen der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Hans-Ulrich Pfaffmann aus München und MdL Reinhold Strobl aus dem Wahlkreis Amberg-Sulzbach nach Waischenfeld, um über das bayerische Bildungssystem und Zukunft der Schulen in der Region zu diskutieren.

Beim Jahresauftakt selbst stand das Thema Bildungspolitik ebenfalls auf der Tagesordnung: Anna Schrüfer, Studentin für das Lehramt an Grundschulen an der Universität Bamberg berichtete über den bundesweiten Bildungsstreik. Ziel der Studenten ist es, auf die Mängel des deutschen Bildungssystems aufmerksam zu machen und Verbesserungen zum Beispiel bei den Studienplänen der Bachelor- und Masterstudiengänge zu erreichen. In Bamberg starteten die Aktionen am 17. November. Es wurde der größte Hörsaal der Universität besetzt und Arbeitskreise gebildet. Die zusammengestellten Forderungen der Studenten wurden dann mit der Universitätsleitung diskutiert. Darüber hinaus fanden verschiedene Vernetzungs-treffen in München, Erlangen, Würzburg, Regensburg und Coburg statt. Die Aktionen der Bamberger Studentenschaft führten noch im letzten Jahr zu einem ersten Erfolg: Die Studiengebühren wurden vom Senat der Uni Bamberg um 100 Euro auf 400 Euro reduziert. Nach den Weihnachtsferien werden die Aktionen und die Arbeit unter anderem in einem von der Universität zur Verfügung gestellten Büro weitergeführt.

Intensivierung der Jugendarbeit:

Für das Jahr 2010 stehen einige Termine und Aktionen des Ortsvereins bereits fest. Die traditionelle Brauereiwanderung wird wieder im Mai bzw. Juni stattfinden. Darüber hinaus will sich der SPD-Ortsverein wieder beim Zeltlager des städtischen Ferienprogramms engagieren. Im Rahmen der kommunalen Zukunftswerkstätte sind weitere Veranstaltungen zu aktuellen Themen für den Bereich „Familie und Jugend“ geplant. Die Jugendarbeit des Ortsvereins werden die beiden Stadträte Udo Lunz und Richard Haas, einer von zwei Jugendbeauftragten der Stadt Waischenfeld, in diesem Jahr weiter intensivieren. Die ersten Schritte dazu sind Gespräche mit dem Jugendstadtrat und den Jugendlichen im Stadtgebiet zum Beispiel zu den Themen, Freizeit, Ausbildung und Beruf.

Unterstützung Bürgermeister Pirkelmann:

Auf Vorschlag der Vorstandschaft des Ortsvereins wurde bei der Jahresauftaktversammlung beschlossen, den bisherigen Amtsinhaber, Herrn Edmund Pirkelmann aus Breitenlesau bei der Kandidatur für seine dritte Amtsperiode zu unterstützen. In den letzten Jahren hat Bürgermeister Pirkelmann wichtige Projekte in Waischenfeld vorangetrieben und realisieren können und trotzdem eine Konsolidierung der Stadtfinanzen erreicht. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Stadt Waischenfeld in den nächsten Jahren. Aufgrund des enormen persönlichen Engagements von Edmund Pirkelmann, wie er es in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt hat, genießt er das Vertrauen der Waischenfelder Genossen, so dass der SPD-Ortsverein den amtierenden Bürgermeister im Wahlkampf und darüber hinaus in den nächsten Jahren unterstützen wird.

 

© SPD Ortsverein Waischenfeld-Aufseß 2010